Eigenblut - ein wirkungsvolles Medikament

Goethe schuf das Zitat "Blut ist ein ganz besonderer Saft" und hatte damals unbewusst schon eine Ahnung von der ungeheuren Vielfalt der Aufgaben und Wirkungen des Blutes im Organismus.

 

Durchführung der Eigenblutbehandlung

Bei der klassischen Eigenblutbehandlung entnimmt der Therapeut eine kleine Menge Venenblut aus dem Arm des Patienten. Dieses Blut wird hämolysiert, d. h. es wird in seine kleinsten Bestandteile zerlegt und daraufhin mit einem passenden Medikament versehen, welches dann, aufbereitet in den Gesäßmuskel zurück injiziert wird.

 

Wirkungen der Eigenblutbehandlung (vereinfacht dargestellt)

Normalerweise fließt das Blut nur in den Blutgefäßen durch den Organismus. Blut, das außerhalb der Gefäße, also durch die Injektion in den Gesäßmuskel eindringt, ist für das Immunsystem ein Fremdkörper, der dort nichts zu suchen hat.

Unsere Abwehrzellen (Immunzellen) werden nun in Alarmbereitschaft versetzt und schauen sich den Eindringlich genau an. Beim genauen Hinschauen entdeckt das Immunsystem außer den normalen Bestandteilen des Blutes auch Stoffe wie z.B. Allergene, Bakterien, Viren und andere Informationen..., welche sich schädigend auf den Organismus auswirken können.

All diese Entdeckungen merken sich spezielle Zellen des Abwehrsystems und diese Zellen gelangen mit ihren Informationen zurück in die Blutbahn. Dort entdecken sie plötzlich die schädigenden Informationen, welche sie früher gar nicht wahrgenommen haben, da sich das Immunsystem schon an sie gewöhnt hat - dies ist v. a. bei vielen chronischen Erkrankungen der Fall.

Aber jetzt, durch den Stimulus der Eigenblutbehandlung, weiß das Immunsystem wieder um die Gefährlichkeit und Schädlichkeit dieser Fremdstoffe und kann gezielt den Kampf beginnen. Der Organismus kann so mit diesen "Schädlingen" fertig werden und wieder gesunden.

Kurz: Durch die Eigenblutbehandlung wird der Organismus mit seiner eigenen Information "geimpft" und kann sich dadurch mit den für ihn schädigenden Faktoren besser auseinander setzen.

 

Wann ist eine Eigenblutbehandlung angezeigt?

Die Eigenblutbehandlung übt eine sehr günstige Wirkung auf das Allgemeinbefinden aus. Viele Patienten fühlen sich nach der Behandlung vitaler und leistungsfähiger. Der Schlaf wird länger, tiefer, depressive Zustände werden gebessert.

Grundsätzlich ist die Eigenbluttherapie angesagt bei allen Schwächen und Fehlleistungen des Immunsystems wie:

  • Infektanfälligkeit, akute wie chronische Infekte
  • allergische Erkrankungen
  • Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises, Arthritis, Arthrosen
  • zur Steigerung des Allgemeinbefindens
  • in der Rekonvaleszenz
  • bei Stimmungsschwankungen und vegetativer Unausgeglichenheit

Ganz allgemein werden die Selbstheilungskräfte gestärkt und der "Innere Arzt" wird wieder geweckt.

Die Wirksamkeit der Eigenbluttherapie ist tausendfach erprobt und diese Therapie ist frei von schädigenden Nebenwirkungen.